Ein kritischer Blick auf Antisexismus in der anarchistischen Szene

Teil eins: Wir betrachten kurz die Geschichte feministischer Anliegen innerhalb der anarchistischen Szene in Griechenland, wie sich die heutigen Strukturen und vorherrschenden theoretischen Ansätze der anarchistischen Gemeinschaft entwickelte. Geschlechtsspezifische Gewalt innerhalb des anarchistischen Milieus ist einer der Hauptgründe, warum das Thema Rape Culture vermehrt aufgebracht wird.

Teil  zwei: Wir diskutieren wie Rape Culture innerhalb der anarchistischen Subkultur funktioniert und sich reproduziert, wie zwischenmenschliche Gewalt de-politisiert wird, wie “gestaltlose”, nicht fassbare unterdrückende Strukturen Geschlechterdiskriminierung fördert – im Spannungsfeld zwischen dem Bedürfnis eine Gemeinschaft zu bilden sowie das unterdrückerische System anzugreifen. Es gilt zu erkennen, dass und wie geschlechtsspezifische Gewalt eine hauptsächliche Methode ist, um Frauen* in unserer patriarchalen Gesellschaft zu unterdrücken. Das kollektive Werk “Verrat – eine kiritische Analyse von Rape Culture in anarchistischen Subkulturen” dient sowohl als Orientierungspunkt, als auch als Analysewerkzeug um greifbar zu machen, dass geschlechtsspezifische Gewalt nicht in einem gesellschaftlichen Vakuum passiert. Anarchistische Analysen von Macht und Kampf sind ein wichtiges Instrument um die Funktionsweise von Rape Culture zu dekonstruieren.